Chronik

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Chronik des VfR Rheinbischofsheim seit 1921 bis 1998

 

Gründung im Frühjahr 1921

Gründungsversammlung im „Gasthaus zur Pfalz“ . Offizielle Gründung mit Vorstandswahlen erfolgte dann 14 Tage später im Gasthaus „Zum Adler“.

Erster Vorsitzender in der Vereinsgeschichte war dann der Leiter der hiesigen Realschule Ludwig Kratochvil. 

Das erste Spiel der Vereinsgeschichte wurde gegen den Fußballverein Muckenschopf mit 6:0 gewonnen.

 

Zuweisung des ersten Spielfeldes durch Gemeinderatsprotokoll vom 17.02.1922. Ort waren die Stiermatten oder Lichtmatten. Lage Verbindungsstraße Rheinbischofsheim Wagshurst auf der Höhe der  Sauweide (Gemeinderatsprotokoll Anlage 1 + Foto Fußballspiel auf den Stiermatten Anlage 2 ).

Verlegung des Spielfeldes in den Heftig ab 1923. 2/3 des damaligen Geländes waren bewaldet und mussten abgeholzt werden. Unter Leitung des bei der Gemeinde Rheinbischofsheim beschäftigten  Wiesenwässerers Ludwig Schneider wurde der Platz bespielbar gemacht. Die Kosten beliefen sich damals auf 75.000.- Reichsmark, was in heutiger Währung etwa 300.000.- € entspricht. Eine enorm hohe Summe wenn man bedenkt dass ein Arbeiter in damaliger Zeit nur ca 1.300.- Reichsmark jährlich verdiente.Als Trainer und Betreuer agierte damals Sportlehrer Friedrich Schäfer,

Vereinslokal war in der Zeit von 1921 bis 1926 das Gasthaus“ Zum Adler“. Ab 1926 bis zum Bau des ersten Sporthauses 1969/1970 spielte sich das Vereinsgeschehen außerhalb der Sportplatzes im Gasthaus „Zum Schwanen“.

Im  „Schwanen“  zogen sich die Spieler um und konnte sich nach dem Spiel in einem Brunnentrog waschen.

10-jährige Vereinsjubiläum wurde 1931 abgehalten: Nach einem großen Festbankett im Gasthaus „Zur Pfalz“ fand am darauffolgenden Tag ein Auswahlspiel Hanauerland gegen den Kehler FV statt. Bei den durchgeführten Leichtathletikwettbewerben nahmen Athleten aus Stuttgart, Baden-Baden, Kenzingen, Karlsruhe als auch aus Straßburg/Frankreich teil. Der VfR stellte damals eine erstklassige 4 mal 100m-Staffel die den Wettbewerb in der Besetzung Huber, Thorwart, Schäfer und Sulzberger gewann. (Zeitungsbericht Anlage 3; siehe Siegermedailen). Bei den Hanauer Kampfspielen des SV Freistett im gleichen Jahr konnten sich Walter Thorwart, Friedrich Schmidt , Hermann Vollet und Fritz Huber in den Disziplinen Diskuswerfen, Hochsprung Speerwerfen und 100m-Lauf sehr gut platzieren.

Ein großes Jugendtreffen im darauf folgenden Jahr 1932 brachte nochmals über 200 Jugendliche zu leichtathletischen Wettkämpfen und Fußballspielen auf das Sportgelände des VfR.

Danach kam die Zeit der Nazi-Herrschaft und damit verbunden kam das geregelte Vereinsleben praktisch zum Erliegen.

Nach dem Krieg versagte die französische Militärregierung die Fortführung des Vereins. Der Verein musste aufgelöst werden da mehrere Mitglieder der engeren Vorstandschaft der NSDAP angehörten.

Die Gründungsversammlung des neuen Vereins Sportclubs (SC) Rheinbischofsheim war dann am15.Juni 1946 im Vereinsgasthaus „Zum Schwanen“. Erster Vorstand Hermann Harbrecht (Sparkassenkontrolleur)(siehe Anlage 4: Protokoll der Gründungsversammlung).

Erst ab 1947 genehmigte die Militärregierung einen regelmäßigen Spielbetrieb. Die erste Mannschaft startete in der C-Klasse . Außerdem konnte eine Jugendmannschaft an der Punkterunde teilnehmen.

Durchführung der Herbstwaldläufe des Kreises Kehl am 07.11.1948 unter Teilnahme einiger Mitglieder des VfR. Platzieren konnten sich Werner Karl 3. des 2000m-Laufs; 1000m-Lauf : 3.Albert Rohr ; 600m Rösel Schneider vor Doris Hirsch und Herta Fallert.

1951 wurde Albert Stark zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zum 30-jährigen Vereinsjubiläum führte man in der Turnhalle ein großes Festbankett durch.

Ab jetzt durfte sich der Verein wieder mit seinem „ursprünglichen“ Namen als „VfR“  bezeichnen.

Nach zähen Verhandlungen mit der örtlichen Gemeindeverwaltung wurde der Verlegung und Erweiterung des Spielfeldes um ca. 30 Meter gegen den Wald hin zugestimmt. Hierzu war erneut die Rodung einer Fläche des Waldes erforderlich. Einen noch größeren Aufwand jedoch bedeutete die Abhebung eines Westwallbunkers, der sich an Rande des bisherigen Spielfeldes befand (siehe Anlage 5). Die vorhandenen Bunkerreste mussten gesprengt und in Eigenarbeit der Bauschutt entsorgt werden. Zur Finanzierung der Maßnahme erhielt der VfR Totomittel in Höhe von 1.800.- DM der Rest musste vom Verein selbst aufgebracht werden.

In der Zeit zwischen 1951 und 1954 war es Jugendleiter Emil Truttenbach, der den Grundstein mit der damaligen Schülermannschaft gelegt hatte für eine 1.Mannschaft die wenige Jahre später den Aufstieg in die B-Klasse schaffte.

Mit Walter Ruhsi als 1.Vorstand konnte die Einzäunung des Sportplatzes vorgenommen werden. Als Sporthaus diente bis 1955 das ehemalige Schützenhaus (siehe Anlage 6). Nach dem Umbau und der Sanierung des Gebäudes konnte die Einweihung ein Jahr später gefeiert werden.

Nach zwischenzeitlichem Abstieg schaffte unsere 1.Mannschaft 1957 als zweiter der C-Klasse den Aufstieg in die B-Klasse. Die Meisterschaft ging in dem Jahr an den Nachbarverein SV Freistett. Die Begegnungen der beiden Nachbarvereine dann in der B.-Klasse boten einiges an Brisanz und jeweils spannende Spiele vor großer Zuschauerkulisse.

Das erste Sportfest nach dem Krieg fand 1958 statt. Das Hauptspiel bestritt unsere 1.Mannschaft gegen die damalige Amateurliga-Nordbaden Mannschaft des VfB Knielingen bei Karlsruhe.

Das -jährige Vereinsjubiläum1961 unter Vorstand Walter Ruhsi und seinem 2.Vorstand Albert Rohr feierte man am Samstagabend mit einem Festbankett. Pokalspiele mit teilnehmenden Mannschaften aus Nachbargemeinden und das Hauptspiel unserer 1.Mannschaft sorgten für eine große Kulisse und einen finanziellen Erfolg.

Im gleichen Jahr feierte die 1.Mannschaft unter Trainer Kurt Deck sowie die Jugendmannschaft unter Trainer Roland Truttenbach jeweils die Meisterschaft in ihren Staffeln.

Sportlich gab es im Jahr 1966 mit dem Aufstieg in die B-Klasse zu verzeichnen. Doch bereits nach der Verbandsrunde 68/69 musste unser Verein wieder in die unterste Klasse absteigen.

Ab 1968 erhielt der VfR eine neue Satzung und konnte sich danach als „Eingetragener Verein“ e.V. bezeichnen.

Ein weiterer Umbau des Sporthauses erfolgte dann unter Vorstand Albert Rohr im Jahre 1969.In das alte Schützenhaus wurde eine Gastwirtschaft integriert. Außerdem gab es jetzt einen großen Duschraum.

In sportlicher Hinsicht entwickelte sich der VfR in den 70-er Jahren sehr gut. Zu den Verbandsrunden waren 2 Seniorenmannschaften und 6 Jugendmannschaften gemeldet. So gelang unserer Mannschaft 1976 derAufstieg in die B.-Klasse. In der Spielzeit 77/78 wurde unsere E.-Jugend Bezirksmeister. In der folgenden Saison sogar Vizemeister des Südbadischen Fußballverbandes (Foto anbei).

Mit dem Bau des Hartplatzes auf dem damaligen Festplatzgelände im Jahre 1976 wurde der Rasenplatz um ein zweites Spielfeld ergänzt.

1978 Hochwasser auf unserem Sportplatz. Das Wasser stand bis zu 50 cm auf dem Spielfeld (Foto anbei).

Der Rasenplatz musste 1982 generalsaniert werden.

Als Unterabteilung konnte 1983 eine Gymnastikgruppe für Damen gegründet werden. 1987 kam die Damen-Fitnessgruppe

1987 Meisterschaft unserer 1.Mannschaft unter Trainer Horst Metz und Aufstieg in die Kreisliga A.

Die Vorsitzenden Walter Deck, Gerhard Strauch, Dieter Sebastian und Herbert Knobloch führten den Verein bevor Vorsitzender Lothar Bäuerle im Jahre 1989 einen der schwärzesten Tage in der Vereinsgeschichte erleben musste. Durch Brandstiftung brannte das Vereinsheim am 09.11.1989 teilweise bis auf die Grundmauern nieder. Der Verein schien am Ende. Doch dank der beherzten Hilfe von zahlreichen Unternehmen und Privatpersonen aus der Region und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die fast 10 000 Arbeitsstunden leisteten, konnte ein modernes Clubhaus mit überdachtem Festplatz entstehen. Bereits 169 Tage nach dem Brand fand das Richtfest statt und am 13. Juli 1990 konnte die offizielle Einweihung des neuen Clubhauses in einem festlichen Rahmen gefeiert werden.

Unter dem Vorsitzenden Friedrich Grampp, der ab 1996 die Geschicke des Vereins leitete, erfolgte im Jahr 2000 der Einbau einer modernen Solaranlage mit Entkalkungsanlage um die Heizkosten zu minimieren.

Im Jahr 2006 die Sanierung des Rasenplatzes. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden Drainageleitungen verlegt. Zusätzliche wurde ein Tiefbrunnen am Drehschopf gebohrt und in den Rasenplatz eine modernen Beregnungsanlage eingebaut.

Das Kleinspielfeld (öffentlicher Bolzplatz) hinter dem Sporthausanbau wurde 2008 eingerichtet.

2010 erfolgte die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Hallenanbau mit einem Investitionsvolumen von mehr als 150.000.- €.

Vizemeisterschaft 2015 verbunden mit Relegationsspielen gegen den SV Rust II. Eine Niederlage und ein Unentschieden reichten nicht für den Aufstieg in die Kreisliga A.

Änderung der Vereinssatzung 2013. An Stelle eines einzigen Vorstands wurden die Aufgaben auf drei Personen verteilt. Die Vereinsführung wird seither gebildet durch den Vorstand Verwaltung Michael Hemler, Vorstand Sport Hannes Eckert und mit dem Vorstand Finanzen Dieter Erk.

2015 wurde der Hartplatz zu einem Winterrasenplatz mit Ballfangnetz umgebaut

Bei den Jugendmannschaften wurde 2018 aus den bisherigen Spielgemeinschaften mit den Vereinen Diersheim, Linx, Freistett und Scherzheim ein Jugendförderverein (JFV) gegründet. Zur bisherigen SG neu hinzu kam der FC Rheingold Lichtenau. Der Verein nimmt mit 10 Mannschaften als Jugendförderverein Rheinau – Lichtenau e.V. an den Spielrunden teil.

Im Jahr 2019 wurde die Flutlichtanlage auf dem Winterrasenplatz auf energiesparende und klimafreundliche LED-Technik umgestellt

Bedingt durch Spielermangel im Seniorenbereich ging unser Verein ab der Spielrunde 2020/2021 eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein SVFreistett Mit ihm zusammen konnten drei Mannschaften an der Verbandsrunde teilnehmen. Die 1.Mannschaft spielt derzeit in der Bezirksliga. Die 2.Mannschaft ist inzwischen von der Kreisliga A in die Kreisliga B abgestiegen.

Generalsanierung des Sportheims in der Coronazeit 2021/2022. Komplette Außenfassade mit Holzschalung erhielt einen neuen Anstrich.

Aktivitäten außerhalb des Fußballplatzes

Teilnahme an Fastnachtsveranstaltungen im Ort mit Fastnachtswagen und Beiträgen bei Prunksitzungen. Schon in den 50er-Jahren kamen unsere Spieler rußgeschwärzt (als Neger) mit dem Zug aus Diersheim am Bischemer Bahnhof an.

Teilnahme an der 700-Jahrfeier der Gemeinde Rheinbischofsheim 1974 mit einem Wagen mit einem aus Rosen bestehenden Fußball.

Jahrelange Partnerschaft mit dem französischen Fußballverein FC Ostwald.

Mehrtägiger Aufenthalt im Rahmen eines Fußballturniers in Kramsach / Österreich (1983)

Jährliche Wochenendausflüge unserer Senioren und der AH-Mannschaft in verschiedene deutsche Städte.